“In denselben Regierungsbüros hat man uns wie Guerilleros (Untergrundkämpfer:innen) behandelt”. In den bewaffneten Konflikten Kolumbiens erfuhr (und erfährt) die arme Landbevölkerung – als Spielball im Kampf gegen die Guerilla – seit Jahrzehnten Mord, sexuelle Übergriffe und Vertreibung – ein unaufhörlicher Teufelskreis von Gewalt und neuen Trauma. Dieser Teufelskreis wurde 2016 erstmals durch den Friedensvertrag zwischen Regierung und Guerilla durchbrochen. Das Museo Casa de la Memoria (Haus der Erinnerung) arbeitet historische Verbrechen auf und begleitet auf diese Weise den komplizierten Friedensprozess im Land. LINK
Trauma in Kunst & Praxis
Sammlung von Kunstwerken, Bildern und Ausstellungsfotos im Zusammenhang mit transsomatischem Trauma
Können wir uns in Oberflächen, Strukturen und Texturen selbst sehen? Dorothee Krings (Berlin) war und ist neben vielem anderen auch Fotografin. In den vergangenen Jahren hat sie private Trauma-Salons veranstaltet, in denen sich über persönliche Zugänge zur eigenen Geschichte, zu Verletzungen und eigenem Umgang damit ausgetauscht werden konnte. Makrofotografie ist bei ihr ein bildgebendes Verfahren, das optisch frei legt, was unmöglich scheint: die tiefer liegenden Schichten der Zeit. Ihre Bilder sprechen von der Verwundbarkeit unserer Welt und damit auch von unserer Verletzlichkeit.
Somatische Erinnerung an Historische Gewalt
Transgenerationale Epigenetik des Traumas – die Shoah, Antisemitismus und Rassismus
Aug. 20, 2026





