Somatische Erinnerung an Historische Gewalt

Transgenerationale Epigenetik des Traumas – die Shoah, Antisemitismus und Rassismus

Somatische Erinnerung an Historische Gewalt

Transgenerationale Epigenetik des Traumas – die Shoah, Antisemitismus und Rassismus

Somatische Erinnerung an Historische Gewalt

Transgenerationale Epigenetik des Traumas – die Shoah, Antisemitismus und Rassismus

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Dies ist eine Sammlung künstlerischer Arbeiten, Eindrücke, Bildmaterialien und Zitate rund um das Thema der transgenerationalen Weitergabe von Trauma und der Körpererinnerung an Gewalt. Es handelt sich dabei um Materialien anderer Urheber:innen, die uns ihre Eindrücke und Bilder zur Verfügung gestellt haben.

“Opfer werden und indigene Macht”. Im Bild eine mutmaßlich von Paramilitärs ermordete Person vor den Einheiten der Indigenen Kräfte. Eine Welt, die nur Extreme akzeptiert, ist schwarz und weiß. Nicht zuletzt sind es auch die Fotograf:innen, die ihr Leben riskieren, damit das Land aus erster Hand das Leid der Opfer, die Schrecken und die Verflechtungen der Akteur:innen in diesem Krieg erfährt. Durch ihre Sprache – die Fotografie – erzählen sie uns, was wirklich passiert ist und was viele lieber ignorieren würden. Fotografien werden von einer Generation der nächsten übergeben. Ausstellung des Museo Casa de la Memoria (Haus der Erinnerung) in Medellín/COL 2023. LINK

Die Verbrechen gegen die LGBTIQ-Bevölkerung aufgrund gesellschaftlicher Vorurteile sind brutal und vielfältig und haben eine ganze Generation zutiefst traumatisiert. Ihr Kampf für Freiheitsrechte verkörpert den Mut, die zu sein, die sie sind und die zu lieben, die sie lieben wollen. Die zugefügten Verletzungen sind auch das Erbe der nächsten Generation. Die Frage ist, wie sie – als Einzelne und als Community – die Vergangenheit der Älteren und den ihnen zugefügten Schmerz überwinden können. Schaukasten im Museo Casa de la Memoria (Haus der Erinnerung) in Medellín/COL 2023. LINK

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Tayo Awosusi-Onutor ist eine Afro-Sintezza, die in Berlin lebt und Enkelin von Holocaust-Überlebenden ist. Das generationenübergreifende Trauma in ihrer Familie und ihrem Leben ist nur eines der Themen, die in der letzten Folge des Podcasts „Invisible Wound“ von Sharon Ryba-Kahn diskutiert werden, der Teil des Projekts „Hakara – facing the transgenerational trauma“ ist. Tayo weist auf das mangelnde Wissen über die Gemeinschaft der Roma und Sinti in Deutschland hin, obwohl viele von ihnen schon seit Jahrhunderten hier leben. Sie spricht über ihre Arbeit als Aktivistin, Autorin, Pädagogin und Sängerin. Ihre zahlreichen Aktivitäten tragen alle dazu bei, gegen die anhaltenden rassistischen und diskriminierenden Ungerechtigkeiten gegenüber der Community der Roma und Sinti zu kämpfen – mit anderen Worten, eine unsichtbare Wunde sichtbar zu machen. Weitere Informationen über Tayo Awosusi-Onutor: https://www.tayo-online.de/

Hören Sie sich die Folge hier an »

invisiblewound4

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In Folge 4 treffen wir Alec Morgan und Tiriki Onus. Die beiden haben gemeinsam an einem Dokumentarfilm namens „Ablaze“ gearbeitet. Er erzählt die unglaubliche Geschichte des Aborigine-Aktivisten Bill Onus, Tirikis Großvater. Während den Diskussion des Films, erfahren wir etwas über Trauma und Ungerechtigkeit, aber auch darüber, wie das Filmemachen ein Werkzeug und ein politisches Statement sein kann. Die Podcast-Serie „Invisible Wound“ von Sharon Ryba-Kahn ist Teil des Projekts „Hakara – facing transgenerational trauma“ von AMCHA Deutschland.

Podcast hier hören (in englisch) »

“In denselben Regierungsbüros hat man uns wie Guerilleros (Untergrundkämpfer:innen) behandelt”. In den bewaffneten Konflikten Kolumbiens erfuhr (und erfährt) die arme Landbevölkerung – als Spielball im Kampf gegen die Guerilla – seit Jahrzehnten Mord, sexuelle Übergriffe und Vertreibung – ein unaufhörlicher Teufelskreis von Gewalt und neuen Trauma. Dieser Teufelskreis wurde 2016 erstmals durch den Friedensvertrag zwischen Regierung und Guerilla durchbrochen. Das Museo Casa de la Memoria (Haus der Erinnerung) arbeitet historische Verbrechen auf und begleitet auf diese Weise den komplizierten Friedensprozess im Land. LINK

Generation und Chronologie. Die Zeitlinie der Geschichte und der Gewalt wird von uns auf ganz eigene Art und Weise interpretiert: als Linie, als Spirale, als Zyklus oder auch ohne besondere Form. Obwohl die Zeit oft linear dargestellt wird, überschneiden sich die Ereignisse, die die Geschichte der Gewalt geprägt haben. Der Zeitstrahl soll zur politischen Analyse der letzten 70 Jahre, von Macht und ihrem  Missbrauch beitragen, der zur Entstehung von Konflikten und Gewalt auf der ganzen Welt beigetragen hat. Ausstellung des Museo Casa de la Memoria (Haus der Erinnerung) in Medellín/COL 2023. LINK

“Es gibt Leute, die fragen, warum so viele Vertriebene nach Medellín kommen. Wohin auch sonst?” – Wegen bewaffneter Konflikte, Drogenschmuggel und traumatischer Gewalterfahrungen – oft nach der Ermordung ihrer Angehörigen – sind viele kolumbianische Familien gezwungen, Haus und Grundstück, zu verlassen und als “Landlose” in den großen Städten eine Neuanfang zu wagen. – Das Museo Casa de la Memoria (Haus der Erinnerung) in Medellín/COL setzt auf „partizipative Konstruktion von Erinnerung durch Community Kuratoren” und bearbeitet traumatische Erfahrungen auf völlig neue Weise. LINK

Können wir uns in Oberflächen, Strukturen und Texturen selbst sehen? Dorothee Krings (Berlin) war und ist neben vielem anderen auch Fotografin. In den vergangenen Jahren hat sie private Trauma-Salons veranstaltet, in denen sich über persönliche Zugänge zur eigenen Geschichte, zu Verletzungen und eigenem Umgang damit ausgetauscht werden konnte. Makrofotografie ist bei ihr ein bildgebendes Verfahren, das optisch frei legt, was unmöglich scheint: die tiefer liegenden Schichten der Zeit. Ihre Bilder sprechen von der Verwundbarkeit unserer Welt und damit auch von unserer Verletzlichkeit.

Können wir uns in Oberflächen, Strukturen und Texturen selbst sehen? Dorothee Krings (Berlin) war und ist neben vielem anderen auch Fotografin. In den vergangenen Jahren hat sie private Trauma-Salons veranstaltet, in denen sich über persönliche Zugänge zur eigenen Geschichte, zu Verletzungen und eigenem Umgang damit ausgetauscht werden konnte. Makrofotografie ist bei ihr ein bildgebendes Verfahren, das optisch frei legt, was unmöglich scheint: die tiefer liegenden Schichten der Zeit. Ihre Bilder sprechen von der Verwundbarkeit unserer Welt und damit auch von unserer Verletzlichkeit.

invisiblewound3

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In der ersten Staffel des Podcasts „Invisible Wound“ spricht Sharon Ryba-Kahn mit indigenen und nicht-indigenen Australier:innen über die Bedeutung von kollektiven und generationenübergreifenden Traumata. In Folge 3 treffen wir Abe Schwartz und Onkel Boydie, einen Ältesten. Gemeinsam haben sie es sich zur Aufgabe gemacht, den Namen von William Cooper (Onkel Boydies Großvater) in der Welt bekannt zu machen. Ein Mann, der für andere kämpfte, als sein eigenes Volk verfolgt wurde.

Podcast von von AMCHA Deutschland hier hören: »

invisiblewound2

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Tania Crampton-Larking über die Bedeutung und Schönheit der Natur in ihrem Leben und in ihrem Werk: Ihre eigenen traumatischen Erfahrungen als Aborigine-Frau waren sehr schmerzhaft, aber sie hat nie aufgegeben. Die Podcast-Serie „Invisible Wound“ von Sharon Ryba-Kahn ist Teil des Projekts „Hakara – facing transgenerational trauma“ von AMCHA Deutschland.

Podcast hier hören (in englisch) »

“Verbannung von Menschen afrikanischer Abstammung” – Die vielen Gesichter der Gewalt. Der Fotograf als Zeuge. Fotografen, die den Schmerz der Opfer und die Verflechtung der Akteure in diesem Krieg aus erster Hand kennen, erzählen uns so viele Geschichten. Museo Casa de la Memoria (Haus der Erinnerung) in Medellín/COL 2023. LINK

Können wir uns in Oberflächen, Strukturen und Texturen selbst sehen? Dorothee Krings (Berlin) war und ist neben vielem anderen auch Fotografin. In den vergangenen Jahren hat sie private Trauma-Salons veranstaltet, in denen sich über persönliche Zugänge zur eigenen Geschichte, zu Verletzungen und eigenem Umgang damit ausgetauscht werden konnte. Makrofotografie ist bei ihr ein bildgebendes Verfahren, das optisch frei legt, was unmöglich scheint: die tiefer liegenden Schichten der Zeit. Ihre Bilder sprechen von der Verwundbarkeit unserer Welt und damit auch von unserer Verletzlichkeit.

“In denselben Regierungsbüros hat man uns wie Guerilleros (Untergrundkämpfer:innen) behandelt”. In den bewaffneten Konflikten Kolumbiens erfuhr (und erfährt) die arme Landbevölkerung – als Spielball im Kampf gegen die Guerilla – seit Jahrzehnten Mord, sexuelle Übergriffe und Vertreibung – ein unaufhörlicher Teufelskreis von Gewalt und neuen Trauma. Dieser Teufelskreis wurde 2016 erstmals durch den Friedensvertrag zwischen Regierung und Guerilla durchbrochen. Das Museo Casa de la Memoria (Haus der Erinnerung) arbeitet historische Verbrechen auf und begleitet auf diese Weise den komplizierten Friedensprozess im Land. LINK

Ohne zu leugnen, dass für Opfer auch Schweigen oder das Bedürfnis zu vergessen eine Option sind, lädt das Museo Casa de la Memoria (Haus der Erinnerung) in Medellín/COL die Öffentlichkeit ein, zuzuhören und sich solidarisch mit dem Schmerz anderer zu zeigen, sich den Geschichten zu stellen, die ans Licht kommen wollen, die gehört und gemeinsam aufgearbeitet werden wollen, um einen Ausweg aus dem zu finden, was noch schmerzhafter ist, wenn man es allein erlebt. LINK

Alle Bildinhalte werden hier zu Bildungszwecken nach dem Fair-Use-Prinzip abgebildet. Wenn wir unwissentlich Bildrechte verletzt haben sollten, schreiben sie uns bitte (Kontakt im Impressum), wir löschen die Inhalte dann umgehend. Wenn nicht anders angegeben: Fotos von F. Springer.