Können wir uns in Oberflächen, Strukturen und Texturen selbst sehen? Dorothee Krings (Berlin) war und ist neben vielem anderen auch Fotografin. In den vergangenen Jahren hat sie private Trauma-Salons veranstaltet, in denen sich über persönliche Zugänge zur eigenen Geschichte, zu Verletzungen und eigenem Umgang damit ausgetauscht werden konnte. Makrofotografie ist bei ihr ein bildgebendes Verfahren, das optisch frei legt, was unmöglich scheint: die tiefer liegenden Schichten der Zeit. Ihre Bilder sprechen von der Verwundbarkeit unserer Welt und damit auch von unserer Verletzlichkeit.
Trauma in Kunst & Praxis
Sammlung von Kunstwerken, Bildern und Ausstellungsfotos im Zusammenhang mit transsomatischem Trauma
Die Verbrechen gegen die LGBTIQ-Bevölkerung aufgrund gesellschaftlicher Vorurteile sind brutal und vielfältig und haben eine ganze Generation zutiefst traumatisiert. Ihr Kampf für Freiheitsrechte verkörpert den Mut, die zu sein, die sie sind und die zu lieben, die sie lieben wollen. Die zugefügten Verletzungen sind auch das Erbe der nächsten Generation. Die Frage ist, wie sie – als Einzelne und als Community – die Vergangenheit der Älteren und den ihnen zugefügten Schmerz überwinden können. Schaukasten im Museo Casa de la Memoria (Haus der Erinnerung) in Medellín/COL 2023. LINK




