Somatische Erinnerung an Historische Gewalt

Transgenerationale Epigenetik des Traumas – die Shoah, Antisemitismus und Rassismus

Somatische Erinnerung an Historische Gewalt

Transgenerationale Epigenetik des Traumas – die Shoah, Antisemitismus und Rassismus

Trauma in Kunst & Praxis

Sammlung von Kunstwerken, Bildern und Ausstellungsfotos im Zusammenhang mit transsomatischem Trauma

  • Kunst ist eine Möglichkeit, sich der Erinnerung an ein vielfältiges und komplexes Land und dessen ausufernde Geschichte von Gewalterfahrungen zu nähern. Es gibt vielfältige Möglichkeiten, konservative und nonkonformistische; aus diesem und dem letzten Jahrhundert; mit konventionellen Techniken und zeitgenössischen; Werke aus Museen und von der Straße. Das Museo Casa de la Memoria (Haus der Erinnerung) in Medellín legt hier einen Schwerpunkt auf die künstlerische Produktion der Menschen, die direkt von Gewalt und Vertreibung betroffen sind und zeigt Kunstwerke im Kontext der historischen Zusammenhänge. LINK

Somatische Erinnerung an Historische Gewalt

Transgenerationale Epigenetik des Traumas – die Shoah, Antisemitismus und Rassismus

STREAM

Dies ist eine Sammlung künstlerischer Arbeiten, Eindrücke, Bildmaterialien und Zitate rund um das Thema der transgenerationalen Weitergabe von Trauma und der Körpererinnerung an Gewalt. Es handelt sich dabei um Materialien anderer Urheber:innen, die uns ihre Eindrücke und Bilder zur Verfügung gestellt haben.

“Es gibt Leute, die fragen, warum so viele Vertriebene nach Medellín kommen. Wohin auch sonst?” – Wegen bewaffneter Konflikte, Drogenschmuggel und traumatischer Gewalterfahrungen – oft nach der Ermordung ihrer Angehörigen – sind viele kolumbianische Familien gezwungen, Haus und Grundstück, zu verlassen und als “Landlose” in den großen Städten eine Neuanfang zu wagen. – Das Museo Casa de la Memoria (Haus der Erinnerung) in Medellín/COL setzt auf „partizipative Konstruktion von Erinnerung durch Community Kuratoren” und bearbeitet traumatische Erfahrungen auf völlig neue Weise. LINK

Können wir uns in Oberflächen, Strukturen und Texturen selbst sehen? Dorothee Krings (Berlin) war und ist neben vielem anderen auch Fotografin. In den vergangenen Jahren hat sie private Trauma-Salons veranstaltet, in denen sich über persönliche Zugänge zur eigenen Geschichte, zu Verletzungen und eigenem Umgang damit ausgetauscht werden konnte. Makrofotografie ist bei ihr ein bildgebendes Verfahren, das optisch frei legt, was unmöglich scheint: die tiefer liegenden Schichten der Zeit. Ihre Bilder sprechen von der Verwundbarkeit unserer Welt und damit auch von unserer Verletzlichkeit.

“Im Exil ereignen sich zwei Symphonien gleichzeitig, zwei Realitäten stehen vor derselben Zeit. Mit Gewalt berührt eine Welt eine andere und muss lernen, Wurzeln zu schlagen. Im Exil wird das gelobte Land ins Innere verlegt” – In den letzten Jahren  gab es große Auswanderungswellen als Folge von Gewalt und Arbeits- und Perspektivlosigkeit. 4 bis 5 Millionen Kolumbianer:innen (10 % der Bevölkerung) leben mittlerweile im Ausland (nach  Semana-Magazin. Alarmierende Zahlen zum Exil von Kolumbianern. 15. Juni 2003). Schaukasten im Museo Casa de la Memoria (Haus der Erinnerung) in Medellín/COL 2023. LINK

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Der Podcast „Invisible Wound“ ist Teil des Projekts „Hakara – facing the transgenerational trauma“. In einer Folge treffen wir die in Sydney lebende Künstlerin und Filmemacherin Ella Dreyfus. Sie ist eine Holocaust-Überlebende der zweiten Generation. Ihr Vater und ihr Onkel wurden als Kinder mit einem Schiff nach Australien geschickt und überlebten so den Holocaust. Die Familie ihres Vaters stammte aus Deutschland. Wie hat sich ihre Familiengeschichte auf sie ausgewirkt, und welche Folgen hat das kollektive generationenübergreifende Trauma nach Ansicht von Ella? Welche Rolle spielen sie in ihrer künstlerischen Arbeit? Und wie ist es, eine jüdische Künstlerin in Australien zu sein? Viele der Antworten finden sich in dieser Folge, während anderen wiederum in ihrem Dokumentarfilm nachgegangen werden: Dreyfus Drei. www.dreyfus3.com Der Podcast „Invisible Wound“ von Sharon Ryba-Kahn ist Teil des Projekts „Hakara – facing transgenerational trauma“ von AMCHA Deutschland.

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Tania Crampton-Larking über die Bedeutung und Schönheit der Natur in ihrem Leben und in ihrem Werk: Ihre eigenen traumatischen Erfahrungen als Aborigine-Frau waren sehr schmerzhaft, aber sie hat nie aufgegeben. Die Podcast-Serie „Invisible Wound“ von Sharon Ryba-Kahn ist Teil des Projekts „Hakara – facing transgenerational trauma“ von AMCHA Deutschland.

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In der ersten Staffel des Podcasts „Invisible Wound“ spricht Sharon Ryba-Kahn mit indigenen und nicht-indigenen Australier:innen über die Bedeutung von kollektiven und generationenübergreifenden Traumata. In Folge 3 treffen wir Abe Schwartz und Onkel Boydie, einen Ältesten. Gemeinsam haben sie es sich zur Aufgabe gemacht, den Namen von William Cooper (Onkel Boydies Großvater) in der Welt bekannt zu machen. Ein Mann, der für andere kämpfte, als sein eigenes Volk verfolgt wurde.

Podcast von von AMCHA Deutschland hier hören: »

Können wir uns in Oberflächen, Strukturen und Texturen selbst sehen? Dorothee Krings (Berlin) war und ist neben vielem anderen auch Fotografin. In den vergangenen Jahren hat sie private Trauma-Salons veranstaltet, in denen sich über persönliche Zugänge zur eigenen Geschichte, zu Verletzungen und eigenem Umgang damit ausgetauscht werden konnte. Makrofotografie ist bei ihr ein bildgebendes Verfahren, das optisch frei legt, was unmöglich scheint: die tiefer liegenden Schichten der Zeit. Ihre Bilder sprechen von der Verwundbarkeit unserer Welt und damit auch von unserer Verletzlichkeit.

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Esther ist eine Psychotherapeutin und Autorin aus Ruanda, die in Deutschland mit Flüchtlingen arbeitet. Sie ist auch eine Überlebende des Völkermordes von 1994, bei dem über eine Million Tutsi von Hutus ermordet wurden. Sie spricht aus zwei Perspektiven, als Traumaexpertin und als Überlebende: über die Bedeutung und die Auswirkungen von kollektiven und transgenerationalen Traumata. Esther spricht über die Bedeutung von Gut und Böse in jedem von uns und im Kontext ihres Lebens und darüber, was die Heilung eines solch massiven Traumas mit sich bringt. Sie teilt mit uns Erfahrungen aus ihrem persönlichen und beruflichen Leben.

Vereinigung hinterbliebener Witwen AVEGA AGAHOZO Buch von Esther Mujawayo (auf deutsch und französisch).

Der Podcast „Invisible Wound“ von Sharon Ryba-Kahn ist Teil des Projekts „Hakara – facing transgenerational trauma“ von AMCHA Deutschland.

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In Folge 4 treffen wir Alec Morgan und Tiriki Onus. Die beiden haben gemeinsam an einem Dokumentarfilm namens „Ablaze“ gearbeitet. Er erzählt die unglaubliche Geschichte des Aborigine-Aktivisten Bill Onus, Tirikis Großvater. Während den Diskussion des Films, erfahren wir etwas über Trauma und Ungerechtigkeit, aber auch darüber, wie das Filmemachen ein Werkzeug und ein politisches Statement sein kann. Die Podcast-Serie „Invisible Wound“ von Sharon Ryba-Kahn ist Teil des Projekts „Hakara – facing transgenerational trauma“ von AMCHA Deutschland.

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“In denselben Regierungsbüros hat man uns wie Guerilleros (Untergrundkämpfer:innen) behandelt”. In den bewaffneten Konflikten Kolumbiens erfuhr (und erfährt) die arme Landbevölkerung – als Spielball im Kampf gegen die Guerilla – seit Jahrzehnten Mord, sexuelle Übergriffe und Vertreibung – ein unaufhörlicher Teufelskreis von Gewalt und neuen Trauma. Dieser Teufelskreis wurde 2016 erstmals durch den Friedensvertrag zwischen Regierung und Guerilla durchbrochen. Das Museo Casa de la Memoria (Haus der Erinnerung) arbeitet historische Verbrechen auf und begleitet auf diese Weise den komplizierten Friedensprozess im Land. LINK

“In denselben Regierungsbüros hat man uns wie Guerilleros (Untergrundkämpfer:innen) behandelt”. In den bewaffneten Konflikten Kolumbiens erfuhr (und erfährt) die arme Landbevölkerung – als Spielball im Kampf gegen die Guerilla – seit Jahrzehnten Mord, sexuelle Übergriffe und Vertreibung – ein unaufhörlicher Teufelskreis von Gewalt und neuen Trauma. Dieser Teufelskreis wurde 2016 erstmals durch den Friedensvertrag zwischen Regierung und Guerilla durchbrochen. Das Museo Casa de la Memoria (Haus der Erinnerung) arbeitet historische Verbrechen auf und begleitet auf diese Weise den komplizierten Friedensprozess im Land. LINK

Können wir uns in Oberflächen, Strukturen und Texturen selbst sehen? Dorothee Krings (Berlin) war und ist neben vielem anderen auch Fotografin. In den vergangenen Jahren hat sie private Trauma-Salons veranstaltet, in denen sich über persönliche Zugänge zur eigenen Geschichte, zu Verletzungen und eigenem Umgang damit ausgetauscht werden konnte. Makrofotografie ist bei ihr ein bildgebendes Verfahren, das optisch frei legt, was unmöglich scheint: die tiefer liegenden Schichten der Zeit. Ihre Bilder sprechen von der Verwundbarkeit unserer Welt und damit auch von unserer Verletzlichkeit.

Ohne zu leugnen, dass für Opfer auch Schweigen oder das Bedürfnis zu vergessen eine Option sind, lädt das Museo Casa de la Memoria (Haus der Erinnerung) in Medellín/COL die Öffentlichkeit ein, zuzuhören und sich solidarisch mit dem Schmerz anderer zu zeigen, sich den Geschichten zu stellen, die ans Licht kommen wollen, die gehört und gemeinsam aufgearbeitet werden wollen, um einen Ausweg aus dem zu finden, was noch schmerzhafter ist, wenn man es allein erlebt. LINK

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Der Podcast „Invisible Wound“ von Sharon Ryba-Kahn ist Teil des Projekts „Hakara – facing transgenerational trauma“ von AMCHA Deutschland.In einer Folge treffen wir Jacqueline Saki Aslan, eine in Deutschland geborene jesidische Künstlerin, um über die Bedeutung kollektiver, generationenübergreifender Traumata in ihrer Arbeit und ihrem persönlichen Leben zu sprechen, wie wir es mit allen unseren Gästen bei Invisible Wound tun. Im Jahr 2014 beging der Islamische Staat einen Völkermord an den Jesiden. Wie hat sie reagiert und gefühlt, als der Völkermord an ihren Brüdern und Schwestern begangen wurde, und wie hat ihr Umfeld auf sie reagiert? Sie zieht viele Schlüsse, aber ein Aspekt ist entscheidend, nämlich ihre tiefe Überzeugung, dass „Freude ein Weg des Widerstands“ ist.

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Kunst ist eine Möglichkeit, sich der Erinnerung an ein vielfältiges und komplexes Land und dessen ausufernde Geschichte von Gewalterfahrungen zu nähern. Es gibt vielfältige Möglichkeiten, konservative und nonkonformistische; aus diesem und dem letzten Jahrhundert; mit konventionellen Techniken und zeitgenössischen; Werke aus Museen und von der Straße. Das Museo Casa de la Memoria (Haus der Erinnerung) in Medellín legt hier einen Schwerpunkt auf die künstlerische Produktion der Menschen, die direkt von Gewalt und Vertreibung betroffen sind und zeigt Kunstwerke im Kontext der historischen Zusammenhänge. LINK

Alle Bildinhalte werden hier zu Bildungszwecken nach dem Fair-Use-Prinzip abgebildet. Wenn wir unwissentlich Bildrechte verletzt haben sollten, schreiben sie uns bitte (Kontakt im Impressum), wir löschen die Inhalte dann umgehend. Wenn nicht anders angegeben: Fotos von F. Springer.